Drittes Wochenende. Nach ausführlicher Recherche und einigen Interviews mit Finnen habe ich zwar noch immer keinen Überblick, aber ein paar Anhaltspunkte. Jedenfalls genug um frühzeitig von der hundertsten Studentenwohnungsparty zu verschwinden und in die Nacht zu starten.
Auf Listenplatz eins steht das Kipsari, welches eine Party mit dem vielversprechenden Namen “soul kitchen” offeriert. Das Kipsari ist im Gebäude der University of Arts wie ich vorher noch erfahren konnte - und die ist total “am Arsch” von Helsinki, wie ich beim Hinlaufen dann festellen musste. Dementsprechend leer war es da dann auch und hinter dem schönen Namen verbarg sich Rap Musik zu der keiner Tanzen wollte. Also schnell einen Bus gesucht, bevor keiner mehr fährt und zurück ins Zentrum.
Da das Uniq in der letzten Woche eine ganz gute Veranstaltung versprach, stand dieses auf Platz zwei meiner virtuellen Rangliste. Als dann in der Schlange vor der Tür ausschließlich Männen Mitte/Ende dreizig standen, mochte ich da aber dann doch nicht mehr rein.
Schon voller Panik, dass das mit dem Tanzen wieder nix werden würde hab ich dann mal den Türsteher vom Helsinki Club gefragt, was die denn so spielen und bin dann auch gleich mal rein gegangen. Stylische Einrichtung, eine große Tanzfäche mit durchschnittlichem Diskohouse und noch viel Platz für mehr Leute oder auch einen selbst. Oben gibt es dann noch eine verstecke Bar mit einer kleinen Tanzfäche und einer gemütlichen Lounge Ecke. Und da oben war dann auch ein super DJ am Werk. Fazit: gute Musik, sympathisch wirkende nicht volltrunkene Leute, angenehm viel Platz zum Tanzen ohne dass es leer ist und - ja einfach mal gut! Ich warte jetzt nur noch auf meinen Muskelkater.