Archive for September, 2005

Tallinn

Sunday, September 25th, 2005

Sonnabend. Glasklarer hellblauer Himmel. Tallinn. Mein Start war etwas holperig. Nach dem Aufstehen um 5:30 Uhr nachts hab ich mehrere Fährterminals abgeklappert, um noch irgendwie günstig eine acht Uhr Fahrt zu kriegen. Josie, Susanne und Annikö haben mich dann gerettet und letztendlich bin ich dann auch in jenem anderen Land gelandet.
Von der Fähre in die Altstadt läuft man nur ein paar Minuten und steht dann voll im Genuß der wunderschönen alten Gassen und Gebäude. Nach einigen Minuten hat man dann den Marktplatz erreicht, und nach einigen mehr die Domkirche mit den schönen Zwiebelkuppeltürmchen in der Oberstadt. Ja genau - so schön die Altstadt ist, so klein ist sie auch. Mit einem (leider grauenvollen) Essen, vielen Betätigungen der Fotoapperatauslöseknöpfchen und Sonnentanken haben wir uns dann so die Zeit vertrieben. Für einen Trip in die Nicht-Altstadt hätte unsere Zeit wahrscheinlich nicht gereicht. und wie es da wohl so ist … das wissen die die da waren.
Kurz vorm Rückweg noch ein Stop im Alkladen. Mit unseren ein bis zwei Flaschen pro Personen waren wir durchschnittlich wohl eher Bescheiden. Die Fähre wog auf dem Rückweg bestimmt doppelt so viel. Die routinierten Finnen haben alle kleine Rollwagen in ihren Rucksächen verstaut, um damit Palettenweise einen minder leckeren Ginmix zu kaufen - der alles mögliche andere mit Alkoholanteil.
Meine Wertung: Schön zu sehen, aber durchaus kein Muss. Und ein Tag reicht vollkommen aus.

Hevimesta

Friday, September 23rd, 2005

Das Hevimesta - ja das klingt ein wenig nach Heavy Metal und das ist auch Absicht. Ein Rockschuppen in netten Kellergewölben, wo anscheinend nur Finnen hingehen. Wir wurden jedenfalls von dem Nachbartisch gefragt, warum wir Englisch reden. (Haben wir nur wegen mir getan.) Einer meiner finnischen Kommilitionen hat am Donnerstag dort mit seiner einen Band gespielt - leider nicht mit der guten. Das Bier war billig (eine der wichtigsten Informationen). Hier hatte das aber den Hintergrund, dass man eine Chance hat vor dem Konzert betrunken zu sein, um den Sound danach aushalten zu können. Eine schöne Fallstudie für den feinen Unterschied zwischen Heavy Metal Musik und dröhnendem Gitarrenlärm. Auf jeden Fall war es sehr spaßig. Danke Jarno, danke Arto.

Kipsari / Uniq / Helsinki Club

Sunday, September 18th, 2005

Drittes Wochenende. Nach ausführlicher Recherche und einigen Interviews mit Finnen habe ich zwar noch immer keinen Überblick, aber ein paar Anhaltspunkte. Jedenfalls genug um frühzeitig von der hundertsten Studentenwohnungsparty zu verschwinden und in die Nacht zu starten.
Auf Listenplatz eins steht das Kipsari, welches eine Party mit dem vielversprechenden Namen “soul kitchen” offeriert. Das Kipsari ist im Gebäude der University of Arts wie ich vorher noch erfahren konnte - und die ist total “am Arsch” von Helsinki, wie ich beim Hinlaufen dann festellen musste. Dementsprechend leer war es da dann auch und hinter dem schönen Namen verbarg sich Rap Musik zu der keiner Tanzen wollte. Also schnell einen Bus gesucht, bevor keiner mehr fährt und zurück ins Zentrum.
Da das Uniq in der letzten Woche eine ganz gute Veranstaltung versprach, stand dieses auf Platz zwei meiner virtuellen Rangliste. Als dann in der Schlange vor der Tür ausschließlich Männen Mitte/Ende dreizig standen, mochte ich da aber dann doch nicht mehr rein.
Schon voller Panik, dass das mit dem Tanzen wieder nix werden würde hab ich dann mal den Türsteher vom Helsinki Club gefragt, was die denn so spielen und bin dann auch gleich mal rein gegangen. Stylische Einrichtung, eine große Tanzfäche mit durchschnittlichem Diskohouse und noch viel Platz für mehr Leute oder auch einen selbst. Oben gibt es dann noch eine verstecke Bar mit einer kleinen Tanzfäche und einer gemütlichen Lounge Ecke. Und da oben war dann auch ein super DJ am Werk. Fazit: gute Musik, sympathisch wirkende nicht volltrunkene Leute, angenehm viel Platz zum Tanzen ohne dass es leer ist und - ja einfach mal gut! Ich warte jetzt nur noch auf meinen Muskelkater.

The Club

Sunday, September 18th, 2005

Also mit Studenten weg gehen ist ganz schön anstrengend. Zweites Wochenende in der Stadt. Da muss mal was passieren, sollte man denken. Man ist ja schließlich im Ausland um Spaß zu haben. Jedoch nach verschiedensten Treffen mit lauter so Leuten, einigem Warten vor irgendwelchen Partys und planlosem Herumlaufen haben sich alle anwesenden aufgrund des Durcheinanders und der schlechten Verkehrsverbindungen entschlossen schlafen zu gehen. Als ich am Bahnhof stand hab ich mir so gesagt: Es ist Freitag Nacht und das kann einfach nicht sein - wieder zurück fahren. Das geht an die Ehre eines jeden Tanzfreudigen. Also bin ich - zusammen mit Matild - spontan doch noch los. Und um verplante Aktionen zu vermeiden, gleich in die erste Disko rein. The Club.
Mal vorweg genommen: es hat riesig Spaß gemacht tanzen zu gehen. Aber dort rein, sollte man sich lieber nicht nocheinmal wagen. Das eigenartigste Phänomen ist der Glasboden d.h. das dort die klebrigen Scherben von heruntergefallenen Gläsern den Boden der ganzen Disko inkl. der Tanzfläche bedecken. Wenn das eine Frage des Stils ist - dann bitte nicht nachmachen. Und wenn man sich dann fragt, wie das in den Mengen passieren kann, muss man nur bis kurz vor drei warten - denn dann fangen auch die Besucher an auf den Boden zu fallen.
Meine These dazu: Da die Finnen eine Sperrstunde um vier haben, wo alles dicht macht, müssen sie unbedingt bis dahin vollkommen dicht sein, um die Enttäuschung des Rausschmisses nicht mehr miterleben zu müssen. Und so gegen drei wird’s dann eben eng und dann wird noch mal richtig gebechert.
Wir sind dann auch noch vor der Sperrstunde gegangen. Diesmal glaube ich mehr aus Angst vor den besoffenen Mengen, als aufgrund der wenigen Nachtzüge.

Club-Suche

Sunday, September 18th, 2005

Erstes Wochenende in Helsinki. Zweite Studentenparty. Da muss mal etwas mehr Vielfalt rein. Da Austauschstudenten anscheinend ausschließlich an günstigem Bier und anderen Studenten interessiert sind, bin ich alleine los um einen der angeblich vielen Clubs in Helsinki zu genießen. Kaum im Zentrum d.h. in der Nähe des Hauptbahnhofs angekommen findet man auch ganze Straßen voll Diskos. Vor allen stehen lange Schlangen von jungen Menschen. Und alle Schlange sehen gleich aus. Nach einigem Fragen nach der gespielten Musik und einer erneuten Betrachtung der langen Schlangen habe ich ganz feige kapituliert, habe noch einen Zug nach Hause bekommen und beschlossen ersteinmal ein paar Infos in möglichen Programmen zu finden. Achso: Helsinki im Zentrum bei Nacht erinnert an St. Pauli in Hamburg - viele viele Alkoholleichen.

New Genius

Tuesday, September 6th, 2005

Das hier ist meine Klasse. Naja nicht ganz, sondern eigentlich nur alle nicht-Finnen aus meiner Klasse, und zwar im Uni Gebäude, welches sich nach einer kleinen Führung als wunderschön herausgestellt hat.

Meine KlasseMeine lieben Kommilitonen

Kids with Guns

Tuesday, September 6th, 2005

Josie ist angekommenJos erster Tag, auf Tavasaari